Zwei Peru-Routen zur Auswahl, für Höhenerfahrene und -unerfahrene
Bei der Zusammenstellung unserer Reiserouten haben wir zuallererst die Höhen der Anden berücksichtigt, so dass unsere Reisefreude nicht durch Höhenkrankheit geschmälert wird.
1. Für Höhenunerfahrene: Lima - Nasca - Chalhuanca - Heiliges Tal - Machu Picchu - Cusco - Puno - Colca - Arequipa
Diese Route führt zunächst von Nazca durch Chalhuanca in das Heilige Tal, Region von Cusco. Sie ist im Besonderen für diejenigen Besucher gedacht, welche noch keine Erfahrungen in den größeren Höhen gemacht haben. Bevor wir uns in die Höhen von über 3.000m begeben, übernachten wir von Reisetag 4 bis 8 in Höhen von 2.000 bis 2.900 Metern. Somit erlauben wir unseren Körper sich etappenweise zu akklimatisieren. Unsere erste Übernachtung oberhalb der 3.000-Grenze haben wir erst am neunten Tag der Reise.
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2. Für Höhenerfahrene: Lima - Nasca - Arequipa - Colca - Puno - Cusco - Heiliges Tal - Machu Picchu - Cusco
Die bekannte Route via Nazca - Arequipa empfiehlt sich nur für Reisende, die bereits genügend Erfahrungen aus den 3.000- bis 4.000m-Höhen haben. Unseren Erfahrungen nach erlebten die Hälfte unserer Reisenden mehrere Symptome der Höhenkrankheit, die bis zur drei Tagen angehalten haben. Die Betroffenen klagten über Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit oder Übelkeit. Nach der Ankuft im Tal von Colca (3.600m) von Arequipa aus (2300m) haben viele die unangenehmen Auswirkungen der Höhenkrankheit erleben müssen. Die Krankheitssymptome sind erst nach der Abfahrt von Puno (3.800m) nach Cusco (3.300m) abgeklungen.
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Höhenvergleich der beiden Routen
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Höhenkrankheit (Soroche)
Als Höhenkrankheit bezeichnet man einen Komplex von Symptomen, der bei uns Menschen auftritt, die sich in große Höhe begeben, z. B. beim Höhenbergsteigen.
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Peru Huascaran: Die Anden Südamerikas - ein Traum
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Die Ursache der Höhenkrankheit liegt darin, dass der Luftdruck mit zunehmender Höhe absinkt und damit auch der Sauerstoffdruck sinkt. Dadurch verringert sich die Sauerstoffaufnahme in der Lunge. Für uns macht sich der Mangel an Sauertoff z.B. durch Kopfschmerzen, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Atemnot, Schwindel, Ohrensausen, Schlaflosigkeit bemerkbar. Diese Symptome vergehen in der Zeitspanne von einigen Stunden bis zu drei Tagen. Wir sollten Wasser oder Tee (Mate de Coca, Muna mit Salz und Zucker) trinken und keine Schlafmittel einnehmen!
Das Risiko an der Höhenkrankheit zu erkranken ist unabhängig vom Alter und je eiliger man sich in die Höhen begibt und nicht genügend Tage für die Akklimatisation erlaubt, umso größer ist das Risiko, an der Höhenkrankheit zu erkranken.
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Für unser Vorhaben, größere Höhen aufzusuchen, gelten somit die folgenden Grundregeln, welche für die Touren in Peru von uns empfohlen werden:
- Nicht zu schnell aufsteigen, mehrere Tage für eine graduelle Akklimatisation einplanen (5 bis 7 Tage)
- Keine Anstrengungen während der Anpassungsphase.
- Es kann sehr sinnvoll sein in ca. 3 000 m für einige Tage eine Ruhepause einzulegen
- Ausreichend Trinken, auch über den Durst hinaus.
- Absolutes Alkoholverbot
- Infektionen und andere Erkrankungen vorher auskurieren
- Keine Schlafmittel einnehmen
- Kohlenhydrathaltige Nahrung, da diese weniger Sauerstoff verbrauchen als Fette und Eiweiße
- Warme Kleidung
Medikamente
Einige Medikamente haben sich als Prophylaxe und Therapeutikum gegen das Entstehen bzw. die Schwere der Höhenkrankheit als geeignet erwiesen:
Aspirin
Etwa 320 mg Aspirin alle 4 Stunden kann zu einer Verringerung der Häufigkeit der Höhenkrankheit und vor allem dem Höhenkopfschmerz in einer Höhe bis zu ca. 3 500 m führen. Auch eine Kombination mit Acetazolamid (Diamox) hat sich bewährt.
Theophillin
Theophillin verbessert die Atmung während des Schlafs und verringert damit die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Kopfschmerzen und Schlafstörutngen.
Heparine
Der Einsatz von Heparin ist umstritten, da einerseits Blutgerinnungsstörungen vermieden werden können und damit u.a. das Thromboserisiko verringert wird. Auch die Gefahr von lokalen Erfrierungen kann verringert werden. Andererseits steigt das Blutungsrisiko, was nicht unproblematisch ist, da in extremen Höhen, auch ohne Heparin, bereits bei ca. 80 % der Bergsteiger Netzhautblutungen auftreten.
Knoblauch
In einigen Studien wird über eine positive Wirkung von Knoblauch, vor allem bei einer pathologischen Lungenbeteiligung berichtet. Es ist aber in seiner Wirkung umstritten, wenn gleich seine Einnahme auf jeden Fall nicht schadet.






